Der DRK-Kreisverband Rastatt ist im Aufwind. Bei der Kreisversammlung sprach Aufsichtsratsvorsitzender und Gaggenauer Oberbürgermeister Michael Pfeiffer (parteilos) von einer Stabilisierung und Neuausrichtung des Kreisverbandes.
Ausrichter der Kreisversammlung, die am Mittwochabend im Feuerwehrhaus Iffezheim stattfand, war der DRK-Ortsverein Iffezheim. Kreisvorsitzender Stefan Leiber-Pfeffinger konnte mehr als 70 stimmberechtigte Mitglieder aus den 13 DRK-Ortsvereinen des Kreisverbandes begrüßen, unter ihnen die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz, Vivienne Junk.
“Ohne Sie würde mancher Mensch ärmer sein und weniger Kontakte haben”, so Pfeiffer. Sein Dank galt den unzähligen Ehrenamtlichen, die rund um die Uhr bereit sind, ihren Mitmenschen zu helfen.
Der DRK-Kreisverband Rastatt ist auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Möglichkeiten gesehen habe man im Trägerverfahren für Kindertageseinrichtungen, doch nach intensiven Gesprächen werde man davon absehen. Weiterentwickeln möchte der DRK-Kreisverband sein Angebot im Bereich betreutes Wohnen und Tagespflege.
Hatte der DRK-Kreisverband vor fünf Jahren noch mit Defiziten in Höhe von 75.000 Euro zu kämpfen, so konnte die Eigenkapitalquote im vergangenen Jahr auf 450.00 Euro gesteigert werden. Mit einer Bilanzsumme von 852.00 Euro und einer Eigenkapitalquote von 52,84 Prozent steht der DRK-Kreisverband finanziell auf gesunden Füßen. Die Erträge konnten insbesondere durch die Geschäftsfelder Hausnotruf, Tagespflege und Essen auf Rädern erhöht werden. “Sie sind auf einem hervorragenden Weg”, bestätigt Wirtschaftsprüfer Jochen Christoffel.
Imposante Zahlen konnte Inge Seidt aus der Kreissozialarbeit bekannt geben. Insgesamt 10.958 Stunden im Ehrenamt wurden für Angebote in den Ortsvereinen wie Bewegungsprogramme, Gedächtnistraining, aktivierender Hausbesuch, Spielenachmittage und die Kleiderkammer investiert. Allein für die Kleiderkammer leisten Ehrenamtliche 7.642 Stunden.
Wie wichtig die DRK-Helferinnen und DRK-Helfer sind, zeigte sich einmal mehr vor einigen Tagen beim Großbrand in Durmersheim. Insgesamt 405 Rotkreuzler sind in der DRK-Bereitschaft des Kreisverbandes Rastatt, die im vergangenen Jahr für Blutspende-Termine, im Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst rund 10.000 Stunden für ihre Mitmenschen im Einsatz waren. “Wir sind keine Helfer zweiter Klasse”, betonte Kreisbereitschaftsleiter Louis Maier, der die Landespolitik auffordert, in ihrer Novelle zum Katastrophenschutzgesetz die Helfergleichstellung zu berücksichtigen.
Für die beiden verstorbenen Aufsichtsratsmitglieder Heinz Neuwirth und Hans-Joachim Brüssow wählte die Versammlung als Nachfolger Andreas Merkel aus Gaggenau sowie Markus Merklinger, Vorsitzender des DRKOrtsvereins Rastatt. Zur Rotkreuzbeauftragten des DRK-Kreisverbandes Rastatt wurde Annette Altenbach ernannt.





